Sitzung des Präventionsrates der Stadt Sassnitz
Am 15. Januar 2026 tagte der Präventionsrat der Stadt Sassnitz im Grundtvighaus.
Zu Beginn stellte sich der neue Pastor der evangelischen Kirchengemeinden Sassnitz und Sagard, Herr Johannes Müller, den Mitgliedern vor. Er betonte seine Freude auf eine konstruktive Zusammenarbeit und kündigte an, sich insbesondere in der Jugendarbeit engagieren zu wollen.
Die erste Stellvertreterin des Bürgermeisters, Frau Gabriele Thiele, informierte über die Vorbereitung der kommenden städtischen Gedenkveranstaltungen und sprach die Einladung dazu aus. Hierzu zählen der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026, der Jahrestag des Bombenangriffs auf die Stadt Sassnitz am 6. März 2026 und der Volkstrauertag am 15. November 2026.
Es wurde über die Möglichkeiten einer aktiven Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an den Gedenkveranstaltungen sowie ihrer stärkeren Einbeziehung in die lokale Erinnerungskultur diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Gedenkveranstaltung am 6. März.
Intensiv ausgewertet wurde zudem die Informationsveranstaltung zum Thema „Sexualisierte Gewalt“ unter dem Motto „NEIN heißt NEIN – Mit mir nicht!“. Unter den zahlreichen Teilnehmenden befanden sich Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern sowie Jugendliche. Die Präventionsbeauftragte der Polizei, Frau Mandy Jeschkeit, führte sachlich und einfühlsam in das schwierige Thema ein und machte deutlich, dass sexuelle Übergriffe, Belästigung und Grenzüberschreitungen die gesamte Gesellschaft betreffen. Ziel der Veranstaltung war es, zu informieren, zu sensibilisieren und Menschen zu ermutigen, klare Grenzen zu setzen und diese auch zu verteidigen.
Der Präventionsrat setzte mit dieser Veranstaltung ein klares Zeichen für die Stadt Sassnitz: Grenzen müssen respektiert werden – und Hilfe ist möglich. Besonders positiv hervorgehoben wurde, dass auch die jugendlichen Besucherinnen und Besucher das Angebot aufmerksam und interessiert verfolgten. Gleichzeitig äußerten sie den Wunsch nach mehr Pausen, um sich untereinander austauschen und die Inhalte besser verarbeiten zu können. „Diesen Hinweis nehmen wir ernst und werden ihn bei künftigen Veranstaltungen berücksichtigen“, so der Vorsitzende des Präventionsrates, Norbert Benedict.
Auch im Jahr 2026 plant der Präventionsrat weitere thematische Veranstaltungen in Kooperation mit Institutionen der Stadt Sassnitz und des Landkreises. Denkbare Schwerpunkte sind unter anderem:
Handynutzung: Können wir in Balance mit dem Smartphone leben?
Gewalt: Können wir sie verhindern, bevor sie entsteht?
Essstörungen: Verstehen wir, was hinter dem Essverhalten steckt?
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die nähere Informationen zu den genannten Themen oder zur letzten Beratung wünschen, können sich per E-Mail an wenden.
Der Präventionsrat der Stadt Sassnitz ist ein Zusammenschluss ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen, Organisationen und Behörden. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um sich auszutauschen, aufzuklären, Maßnahmen zur Bewältigung von Problemen und Konflikten zu entwickeln und den Zusammenhalt in der Stadt nachhaltig zu stärken.
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