Seit 2007 ist der Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum e. V. bei der Stadt verstärkt vorstellig zur finanziellen Unterstützung und seit 2008 auch mit dem Ansinnen, dass die Stadt das Museum in ihre Hoheit übernimmt.
Grundlage dafür ist auch ein Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung zur Erhaltung des Fischerei- und Hafenmuseums der Stadt Sassnitz vom November 2001 für die jährlichen finanziellen Zuschüsse von jeweils ca. 5,0 TEuro und seit 2007 auf der Grundlage eines gesonderten Beschlusses der Stadtvertretung von bis zu 15,0 TEuro zur Verlustabdeckung. Die Verlustabdeckung wurde für 2007 nicht in voller Höhe, für 2008 dann mit großer Dringlichkeit in voller Höhe ausgezahlt.
Aufgrund sinkender Besucherzahlen und veränderter Bedingungen für die Betreibung des Museums hat die Mitgliederversammlung des Vereins am 12. 11. 2008 umfassend über die Situation beraten und dahingehend befunden, bis zum Jahresende 2009 einen neuen Träger zu finden, bevorzugt die Stadt Sassnitz.
Auf dieser Grundlage gab es mehrere Beratungen und auch Behandlung in Gremien der Stadtvertretung, die letztlich darauf hinauslaufen, dass die Stadt in die Trägerschaft des Museums eintritt.
Die Stadtvertretung Sassnitz hat am 5. Oktober 2009 grundsätzlich dazu beschlossen.
Auf der Grundlage noch zu fassender Beschlüsse der Mitgliederversammlung des Sassnitzer Fischereiund Hafenmuseum e. V. übergibt der Verein zum 31. 12. 2009 die sich in seinem Besitz befindliche Ausstellung, einschließlich Museumskutter "Havel" und, zuvor vereinbart mit den privaten und öffentlichen Leihgebern, die Leihgaben an die Stadt Sassnitz.
Der Verein beendet zum 31. 12. 2009 formal den Betrieb des Museums und wickelt die entsprechenden Schritte ab. Die Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HBEG) als städtische Gesellschaft übernimmt, Beschlüsse ihrer Gremien vorausgesetzt, von der Stadt zum 01. 01. 2010 die Ausstellung zur Betreibung. Bis zum 31. 12. 2009 soll ein Betreibermodell im Wesentlichen auf der bisherigen Grundlage entwickelt werden.
Die Stadt erwartet auf dieser Grundlage nach Möglichkeit eine kostendeckende Betreibung. Sollte das nicht darstellbar sein, stützt die Stadt die Ausstellung zunächst im Jahr 2010 wie bisher mit maximal 20 TEuro.
Die Stadt und der Verein werden bzw. bleiben in Verbindung mit der HBEG inhaltliche Träger der Ausstellung. Der Verein fördert die Ausstellung, führt Veranstaltungen, wie zum Beispiel Sturmgespräche, durch, wirkt weiter an der Gestaltung der Ausstellung und Besucherbetreuung mit und unterstützt eine kostendeckende Betreibung.
D. Holtz
Bürgermeister