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Sassnitz belegt Platz 3 in der Kategorie 3 im Wettbewerb "Seniorenfreundliche Kommune in M-V"


 

Während einer gemeinsamen Festveranstaltung des Ministeriums für Soziales und Gesundheit und des Landesseniorenbeirates im Rittersaal in Schwerin zeichnete Sozialministerin Manuela Schwesig heute Karlsburg, Röbel/Müritz und Neubrandenburg als seniorenfreundlichste Kommunen im Land aus.

 

Eine fachkundige Jury hatte unter 33 Bewerbungen in drei Kategorien "bis 2.000 Einwohner", "bis 10.000 Einwohner" und "über 10.000 Einwohner" die Entscheidung gefällt.

 

Es war der zweite Wettbewerb dieser Art. Mit dem Preis sollen Städte und Gemeinden prämiert werden, die sich durch eine Politik für ältere Menschen besonders hervorheben. Ziel des Wettbewerbs sei, das Bewusstsein in Kommunen für die Belange älterer Menschen zu stärken, sagte die Ministerin.

 

Bewertungskriterien für Seniorenfreundlichkeit waren laut Ausschreibung unter anderem die Verbesserung des Wohnumfeldes, Bildungs- und Hilfsangebote, generationsübergreifende Projekte sowie der Aufbau von sozialen Netzwerken.

 

Den zweiten Platz belegten jeweils in den drei Kategorien das Ostseebad Wustrow, Sanitz und Pasewalk und Ueckermünde (zwei zweite Plätze) und den dritten Platz Lohmen, Kühlungsborn und Sassnitz.

 

Neben Preisgeldern (1.500 Euro, 1.250 Euro und für den 3. Platz 1.000 Euro) erhalten die Städte bzw. Gemeinden eine Urkunde und eine Plakette.

 

Bürgermeister Dieter Holtz und Stadtvertretervorsteher Norbert Thomas nahmen die Ehrung entgegen. Anwesend waren auch der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt, Herr Eugen Kozik und die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Soziales, Frau Ute Oehmichen.

 

 

Im Folgenden die Laudatio für den 3. Platz in der Kategorie 3 (über 10.000 Einwohner):

 

Stadt Sassnitz

 

Die Stadt Sassnitz verfügt über ein fundiertes Stadtentwicklungskonzept, das ständig analysiert und fortgeschrieben wird. Als Leitbild wurde dabei festgelegt: "Offene Stadt - grüne Stadt zwischen Ostsee und Nationalpark". Das Seniorenstrukturkonzept des Landkreises Rügen enthält darüber hinaus Handlungsempfehlungen für die Schaffung seniorengerechter Strukturen.

 

Sassnitz verfügt über eine gute Infrastruktur und ein seniorenfreundliches Lebensumfeld. Besonders lobenswert sind die vielfältigen Aktivitäten zur Erhöhung der Mobilität von Seniorinnen und Senioren. Bei der Planung des öffentlichen Personennahverkehrs wurde auf die Besonderheiten der älteren Generation eingegangen. So findet man in der Stadt einen durchgehenden Stadtverkehr per Bus, überdachte und mit Sitzgelegenheiten ausgestattete Haltestellen und Fußgängerinseln. Darüber hinaus konnten weitere Verbesserungen des örtlichen Nahverkehrs, wie besser lesbare Fahrpläne und eine altersgerechte Busausstattung, realisiert werden.

 

In Sassnitz gibt es vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und ein reges Vereinsleben. Beispielhaft sei hier nur der Verein "Gesundheitsinsel" genannt, der eine Vielzahl von Projekten und Angeboten mit dem Ziel der Förderung und Stabilisierung der persönlichen Gesundheit vorhält.

 

Die Jury war auch vom Mehrgenerationenhaus sehr beeindruckt, in dem sich ein Informationsbüro befindet. Hier werden Fragen fast aller Lebensbereiche beantwortet bzw. die Einwohner an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Im Mehrgenerationenhaus gibt es auch Nachhilfe von pensionierten Lehrerinnen sowie spezielle Kursangebote für Seniorinnen und Senioren. Eine seniorTrainerin engagiert sich im sozialen Bereich.

 

Sehr aktiv wirkt der Seniorenbeirat über verschiedene eigene Angebote und Aktivitäten an der Verbesserung der Lebensqualität für alle Generationen in Sassnitz mit.

 

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass nach einem Polizeibericht Sassnitz zu einer der sichersten Städte in Mecklenburg-Vorpommern zählt. Dies ist auch auf das generationsübergreifende aktive Wirken der Seniorinnen und Senioren für eine werthaltige Lebensführung und aktive Freizeitgestaltung zurückzuführen.