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Nicht vergessen und etwas tun - Gedenktag am 27. Januar


 

Am 20. Januar jährte sich zum 70. Mal die sogenannte Wannsee-Konferenz, auf der die deutsche Nazi-Führung beschloss, die jüdische Bevölkerung Europas systematisch zu ermorden. Das Synonym für die Ermordung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, egal ob arm oder reich, und ihrer Kinder ist das Konzentrationslager Auschwitz. Der französische Schriftsteller Robert Merle hat diesem einmaligen Vorgang in der Weltgeschichte mit seinem Roman "Der Tod ist mein Beruf" ein Denkmal gesetzt und anhand des Lebens des KZ-Kommandanten Höß dargestellt, wie und warum aus Menschen unmenschliche Bestien wurden.

Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden im Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee der Sowjetunion befreit. Bundespräsident Roman Herzog hat in seiner Amtszeit diesen Tag zu einem staatsoffiziellen Gedenktag in Deutschland erklärt.

In Sassnitz ist es Tradition, am Denkmal für die Opfer des Faschismus und auf Friedhöfen an den Gräbern der Kriegstoten diesen Gedenktag zu begehen. So auch in diesem Jahr beginnend am Denkmal vor dem Rathaus, anschließend auf dem Friedhof an der Waldmeisterstraße und dann auf dem Waldfriedhof Dwasieden.

Bürgermeister Dieter Holtz: "Ein Volk, das seine Geschichte, auch und gerade die unheilvolle, vergisst und verdrängt, kann dies alles noch einmal erleben, wenn die schwer errungenen Verhältnisse von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Grundrechten der Menschenwürde im Staatshandeln, aber auch im täglichen Gang des Lebens in Städten und Gemeinden zerstört werden. Das zu verhindern, den Anfängen zu wehren und als Deutsche in Europa mit den anderen Nationen in Europa und in der Welt weiter in eine friedliche Zukunft zu gehen, ist der Sinn dieses Gedenkens."







Fotos: D. Lindemann, W. Krentzien