Gedenken zum Tag der Befreiung am 08. Mai
Das Land Mecklenburg-Vorpommern begeht den 8. Mai offiziell als Tag des Gedenkens an die Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus.
Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Sassnitz halten in vielfältiger Form die Erinnerung an diese Zeit, an Ursachen, Folgen, Schicksale wach. Sowohl die Wirkungen für den Lauf der europäischen und Weltgeschichte für gesellschaftliche Prozesse im Nachkriegsdeutschland und den beiden deutschen Staaten von 1949 bis 1989 sowie im vereinten Deutschland als auch die Wirkungen bis in die Familien spielen immer wieder eine große Rolle im Denken und Handeln der Stadtbewohner. Vielfältige Erfahrungen fließen in das tägliche Stadtgeschehen ein. Bemerkenswert ist der Satz eines ehemaligen polnischen Zwangsarbeiters während des letzten Treffens im April im Rathaus der Stadt, den er angesichts der teilnehmenden Sassnitzer Jugendlichen aussprach: ?Die Kinder bauen die Brücken wieder auf, die ihre Väter zerstört haben.? Wie diesem Satz zu entnehmen ist und wie wir immer wieder erfahren, ist dieser Prozess auch 64 Jahre nach dem Ende des von Deutschland vom Zaun gebrochenen furchtbaren Krieges nicht zu Ende. Die Verantwortung liegt jetzt bei den nachwachsenden Generationen, die Krieg und Nachkrieg nicht mehr aus eigenem Erleben kennen.
Deshalb will die Stadt die Erinnerung wachhalten. Der Bürgermeister und Vertreter von Parteien und Vereinen legten am 8. Mai 2009 am Denkmal vor dem Rathaus und anschließend an den Gräbern der Toten auf dem Alten Friedhof in der Waldmeisterstraße und dem Waldfriedhof Blumen nieder.
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