Am vergangenen Donnerstag trafen sich im Sassnitzer Rathaus Schüler der Regionalen und der Förderschule Sassnitz mit ehemaligen Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen aus Polen.
Dieses Treffen fand inzwischen zum siebenten Mal in Sassnitz statt und ist für die Rügener Jugendlichen eine Möglichkeit, mit Zeitzeugen über deren Erlebnisse in den Kriegsjahren zu sprechen. In den Tagen zuvor hatten die Schüler die polnischen Gäste an die Orte begleitet, an die sie von den Nazis verschleppt und zur Arbeit gezwungen wurden.
Während der Podiumsdiskussion stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen und hörten gebannt die Berichte der Zeitzeugen über ihre unvorstellbar schrecklichen Erlebnisse in den Jahren des zweiten Weltkrieges, als sie in einem Alter waren, wie die Jugendlichen jetzt.
"Für die ältere Generation ist schon schwer zu verstehen, was geschehen ist. Für die Jugendlichen aber ist es noch viel mehr", sagte Bürgermeister Dieter Holtz bei seiner Begrüßung im Ratssaal. "Wir sollten uns bemühen, uns zu versöhnen, aber nicht zu vergessen." Dieser wichtigen Aufgabe stellt sich die Stadt Sassnitz gern.
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Fotos: Antje Martens |