"Böschungsrodungen hat es immer gegeben, zum Beispiel unter der 'Villa Meeresgruß', unter 'Prinz Heinrich', hier aber unter einer Bombenkette, aber auch in Höhe der verlängerten Bahnhofstraße."(Brief eines Sassnitzer Einwohners im Zusammenhang mit den Hangabrutschungen)
Ein Käufer für die ehemalige Grenzübergangsstelle, Stapelhaus, Mitropa-Wäscherei an der Trelleborger Straße macht seinen Kauf und Investitionsentscheidung davon abhängig, dass militärische Altlasten aus dem Bombenabwurf vom 6. 3. 1945 das Grundstück bzw. die Investition nicht bis zur Unrentabilität verteuern.
Ist das alles, was vom 6. März 1945 in Sassnitz bleibt? - NEIN!
Das Geschehnis des Bombenangriffs der Alliierten des 2. Weltkrieges auf Sassnitz als strategisch wichtige Hafenstadt, die gesellschaftsrelevanten Ursachen und die Folgen bis heute im Gedächtnis und im Handeln der Völker sollen in Sassnitz ihren immerwährenden Platz behalten. Ein großes künstlerisches Werk als Denk-mal für diesen Tag ist im Gespräch.
Die Gräber der durch den Angriff getöteten Menschen bleiben als immerwährende Mahnung der Überlebenden mit ihrem NIE WIEDER KRIEG. Auch in diesem Jahr gedachte die Stadt mit dieser Mahnung der Toten auf dem Friedhof an der Waldmeisterstraße und anschließend an den Kriegsgräbern auf dem Waldfriedhof Dwasieden.
D. Holtz
Bürgermeister
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Fotos: W. Krentzien | ||